Dateneigentum und Datenzugang: Herausforderungen in der Praxis

29. November 2017, 14:00 – 18:00 Uhr

Universität Zürich
Rämistrasse 59, 8001 Zürich
Raum RAA-G-01

Mit der Digitalisierung haben Daten für Staat und Wirtschaft massiv an Bedeutung gewonnen. Schon heute sind Daten für immer mehr Unternehmen das wichtigste Asset, zumindest bei der Entwicklung künftiger Geschäftsmodelle. Dies wirft die grundlegende Frage auf, wem alle diese Daten gehören. Das geltende Recht kann dazu nur partielle Antworten geben. Dies wirft die in Theorie und Praxis derzeit intensiv diskutierte Frage auf, ob ein allgemeines „Dateneigentum“ geschaffen werden sollte.

Das Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der Universität Zürich hat diese Frage im Rahmen eines Forschungsprojekts untersucht und ist zum vorläufigen Schluss gekommen, dass die Einführung eines allgemeinen „Dateneigentums“ nach heutigem Kenntnisstand kaum sinnvoll wäre. Damit ist die Sache freilich nicht erledigt. Denn zum einen wirft die faktische Herrschaft von Unternehmen über riesige Datenbestände die Frage auf, ob in gewissen Konstellationen spezifische Zugangsrechte zu Daten erforderlich sind. Zum anderen bestehen verschiedene praktische Probleme, die allenfalls mit einem allgemeinen „Dateneigentum“ gelöst werden könnten und die nun andere Lösungen erfordern.

Das Schweizer Forum für Kommunikationsrecht (SF-FS) und das ITSL untersuchen diese Fragen im Rahmen einer Veranstaltung. Nach einer Bestandsaufnahme stehen die praktischen Fragen im Vordergrund: Wie sind Daten im Konkurs oder im Erbgang zu behandeln? Inwieweit ist „Web Scraping“ zulässig? Und welche Möglichkeiten bestehen, wenn Datenträger abhandengekommen und die Daten auf diesen gelöscht und anderswo gespeichert worden sind?

Flyer (PDF, 194 KB)

Tagungsunterlagen (PDF)

Kurzbeiträge und Podcast (via Weblaw)