Meine Stimme − meine Identität?

Technisches und Rechtliches zur phonetischen Analyse und Manipulation

 

6. November 2018, 18:15 – 19:45 Uhr
Universität Zürich
Rämistrasse 59, 8001 Zürich
Raum RAA-G-01

 

Neue Technologien werden immer besser darin, Personen aufgrund ihrer Stimme zu identifizieren. Sie werden in der zivilen und forensischen Personenidentifizierung angewendet. Daneben können Stimmen auch immer besser generiert werden, so dass man Individuen neue Wortlaute in den Mund legen kann.

 

Diese technischen Entwicklungen provozieren Rechtsfragen. Aus zivilrechtlicher Sicht steht etwa im Raum, ob ein Recht an der eigenen Stimme besteht und inwiefern es sich vom Recht am eigenen Bild unterscheidet. Aus strafrechtlicher und strafprozessualer Sicht interessieren Aspekte wie die Konsequenzen eines „Stimmenklaus“ oder der Umgang mit Tonaufnahmen von Sprechenden.

 

Sowohl den technischen als auch den rechtlichen Aspekten geht das Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der Universität Zürich im Rahmen dieser Veranstaltung nach: Prof. Dr. Volker Dellwo vom Institut für Computerlinguistik gibt einen praxisnahen Überblick über die technischen Entwicklungen in der forensischen Phonetik. Danach werfen Prof. Dr. Andrea Büchler und Prof. Dr. Marc Thommen von der rechtswissenschaftlichen Fakultät kurz rechtliche Fragestellungen auf, die dann gemeinsam mit dem Publikum und dem Referenten diskutiert werden.

 

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

 

Flyer (PDF, 246 KB)