Nutzung von Bildungsdaten

Dienstag, 3. Dezember 2019, 18:15 – 20:00 Uhr

Universität Zürich

RWI, KOL-F-121, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Um Lehr- und Lernprozesse effizienter und effektiver zu gestalten, werden im Bildungsbereich immer mehr Bildungsdaten digitalisiert oder direkt digital erfasst. In den so anfallenden immer grösseren Datenmengen steckt ungeheures Potenzial, welches von verschiedenen Akteuren und zu verschiedenen Zwecken nutzbar gemacht werden kann. 
Weil heute oft private Akteure die digitale Infrastruktur (insbesondere Software und damit Bildungsapplikationen) zur Verfügung stellen, erlangen diese Private auch die faktische Kontrolle über die Bildungsdaten. Verschieben sich diese Datenbestände von der öffentlichen Hand in die Privatwirtschaft, entgeht den Schulen und Schulbehörden auch die Möglichkeit, die Bildungsdaten für eigene Zwecke auszuwerten oder zur Bildungsplanung zu nutzen. Was können Lehrpersonen, Lernende, die Schulen oder die Schulbehörden tun, um den Zugang zu Bildungsdaten sicherzustellen? Droht tatsächlich ein «Ausverkauf» von Bildungsdaten und, falls ja, wie könnte dieser verhindert werden?  
Diesen Fragen will das ITSL im Rahmen einer Vorabendveranstaltung nachgehen. Dabei soll das Thema der Nutzung von Bildungsdaten aus einer unternehmerischen, einer bildungspolitischen und einer juristischen Perspektive beleuchtet werden. In einer abschliessenden Paneldiskussion werden Chancen und Risiken der Nutzung von Bildungsdaten durch Private sowie mögliche rechtliche und politische Massnahmen mit den Referierenden und dem Publikum weiter vertieft.  
Der Eintritt ist frei und es ist keine Voranmeldung notwendig. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 

Flyer (PDF, 338 KB)