Dynamic Pricing

07. Juni 2016

Der online-Handel ermöglicht Unternehmen, ihre Angebote immer besser auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden abzustimmen. Dies gilt nicht nur für personali­sierte Werbung, sondern auch für individualisierte und dynamische Preise.

Konkret ermöglicht die technische Entwicklung den Anbietern, ihre Preise nicht nur den laufenden Verschiebungen von Angebot und Nachfrage, sondern auch der Zahlungsbereitschaft der einzelnen Kunden anzupassen: Wer sich online mehrfach ein bestimmtes Produkt ansieht, muss stark an dessen Erwerb interessiert sein, wer zwischendurch Preisvergleichsseiten besucht, scheint preissensitiv zu sein und wer auf Apple-Geräten surft oder sich vom Zürichberg aus einloggt, verfügt über mass­gebliche Kaufkraft. Alle diese Aspekte lassen sich bei der Berechnung des Preises berücksichtigen, der einem Kunden angezeigt wird. So kann es sein, dass ein und derselbe Staubsauger ein und demselben Kunden zunächst für 159, dann für 175 und wenig später für 168 Franken angeboten wird.

Während diese dynamische Preisdiskriminierung aus ökonomischer Sicht durchaus Sinn machen kann, stellen sich zahlreiche rechtliche Fragen, namentlich mit Bezug auf das Datenschutzrecht, die Vorschriften der Preisbekanntgabeverordnung, die vertragsrechtliche Bindung an ein Angebot und das Kartellrecht.

Das Schweizer Forum für Kommunikationsrecht (SF-FS) und das Center for Informa­tion Technology, Society, and Law (ITSL) der Universität Zürich gehen dem Phäno­men dynamischer Preise aus ökonomischer und rechtlicher Perspektive auf den Grund, analysieren die relevanten Fragen und stellen diese im Rahmen einer Panel- und Plenumsdiskussionen zur Debatte.

Dynamic Pricing Flyer (PDF, 1593 KB)